Mit einem einzigartigen Konzept setzt sich die Umweltorganisation One Earth – One Ocean das Ziel, unsere Gewässer von Plastikmüll, Chemikalien und Öl zu befreien. Das Konzept: eine „Maritime Müllabfuhr“, die aus Schiffen besteht, die Plastikmüll selbstständig aus den Gewässern sammeln. Der Müll wird unter anderem zu wiederverwendbaren Kunststoffballen, Energie oder auch zu schwefelfreiem Heizöl verwertet.
Gegen Plastikmüll in den Meeren
2011 wurde One Earth – One Ocean aufgrund der schockierenden Folgen des Plastikmülls in den Meeren ins Leben gerufen. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags machten Mitarbeiter in München, Kiel, Rio, Phnom Penh und Manila die Umsetzung der Projekte möglich; insgesamt wurde in 11 Ländern mit 14 Reinigungszellen an der Säuberung unserer Weltmeere gearbeitet. Neben der „Maritimen Müllabfuhr“ setzt sich One Earth – One Ocean zusätzlich aktiv in den Bereichen Ölreinigung, Mikroplastik, Forschung und Bildung ein.
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Trendbox entdeckenDer kleinste Helfer der „Maritimen Müllabfuhr“
Mit den Katamaranen SeeHamster wird durch eine herunterklappbare Rampe und Fanggeschirr Plastikmüll aus Binnengewässern in Deutschland und Asien gesammelt. Wie der Name schon vermuten lässt, stellt der SeeHamster die kleinste „Maritime Müllabfuhr“ dar und setzte schon 2012 das erste Projekt um.
Das erste seetüchtige Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff
Ein weiteres Mitglied der „Maritimen Müllabfuhr“ ist seit 2016 die SeeKuh, die bereits in Hongkong und an der Ostsee im Einsatz war. An beiden Rümpfen der SeeKuh werden speziell entwickelte Netze befestigt, mit denen Plastikmüll bis zu einer Tiefe von 2 Metern in Küstenregionen und Flussmündungen gesammelt werden kann. Um Beifang zu vermeiden, fährt die SeeKuh nur im Schritttempo und gibt den Meerestieren so die Chance, die Netze zu meiden. Für 2020 war geplant, sie mit neuer Fangtechnik auf Basis eines Förderbands auszustatten und zu erproben. Durch ein kleines Labor an Bord können zusätzlich Wasseranalysen durchgeführt werden, mit denen das Wasser auf Kunststoff geprüft wird. Damit stellt die SeeKuh nicht nur ein Reinigungsschiff dar, sondern kann zu Recht auch als Forschungs- und Aufklärungsschiff bezeichnet werden.
Müllrecycling an Bord
Mit dem SeeElefant soll das Team der „Maritimen Müllabfuhr“ komplett sein. Die Hauptaufgabe des Schiffes ist die Aufbereitung, Sortierung und Verarbeitung des Mülls, den die SeeKühe sammeln. An Deck soll der Plastikmüll zu sortenreinen, wiederverwertbaren Kunststoffballen verarbeitet oder Öl aus ihm gewonnen werden.
Stand heute
One Earth – One Ocean ist weiter aktiv (Stand September 2026). Den SeeElefant kündigt die Organisation für 2026 als Flaggschiff-Projekt an. Projekte laufen laut eigener Website unter anderem in Ägypten, Indonesien, Kambodscha, auf den Philippinen, in Panama, Uganda und an der Ostsee, wo in der Lübecker Bucht verlorene Fischernetze (Geisternetze) geborgen werden. Dazu kommen Recyclingzentren, vor allem in Kambodscha, und Bildungsprogramme, etwa in Kiel.
Mehr über One Earth – One Ocean
Alle Projekte findest du bei One Earth – One Ocean. Wie die Organisation Geisternetze aus der Ostsee holt, liest du in Rettung für die Ostsee. Mehr über die Zusammenarbeit mit Trendbox erfährst du in One Earth – One Ocean: gemeinsam gegen Meeresmüll.




