Der Trend zum Veganismus und Vegetarismus lässt sich an verschiedensten Statistiken deutlich ablesen. Auch in Supermärkten wimmelt es immer mehr von Tofu, Seitan und Co. Grund dafür ist sicherlich das steigende Bewusstsein für das durch die Lebensmittelindustrie verursachte Tierleid, aber auch für unsere Umwelt. Denn je weniger tierische Produkte wir zu uns nehmen, desto besser können sich die Natur und das Klima erholen. Um nicht auf den Geschmack verzichten zu müssen, den wir von klein auf gewohnt sind, greifen viele für den Einstieg in eine vegetarische oder vegane Ernährung zu täuschend ähnlichen Imitaten, veganem Fleischersatz.
Veganes Fleisch aus Sojabohnen
Als bekanntestes veganes Fleischersatzprodukt gilt sicherlich Tofu. Dieser wird aus Sojabohnen gewonnen und ist in südostasiatischen Ländern fester Bestandteil der traditionellen Küche. Demnach ist das proteinreiche Lebensmittel eben nicht nur etwas für Veganer*innen und Vegetarier*innen, wie hierzulande immer noch einige zu glauben scheinen. Die Bohne gibt es in allen Varianten und Formen. Während zum Beispiel Tofu aus geronnener Sojamilch gewonnen wird, entsteht Tempeh durch die Fermentation ganzer Sojabohnen. Sojagranulat hingegen besteht aus entfettetem Sojamehl, einem Nebenprodukt der Sojaölherstellung.
Der Vorteil an Soja-Produkten: Sie sind vielfältig einsetzbar und können nahezu jeden Geschmack annehmen. Auch die Konsistenz eignet sich wunderbar zur Kreation von veganem Schnitzel oder Veggie-Würstchen. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass wesentlich mehr Soja für die Nutztierhaltung verwendet wird als für veganes Fleisch und dass das Soja für Tofu und Co. meist aus Europa und teilweise sogar aus Deutschland stammt, sodass dafür keine Regenwälder abgeholzt werden müssen.
Neue Marken jeden Monat in deiner Trendbox entdecken.
Trendbox entdeckenSeitan-Gyros und veganes Dönerfleisch
Auch Seitan genießt eine hohe Beliebtheit als veganer Fleischersatz. Das Lebensmittel aus Weizeneiweiß überzeugt vor allem durch seine leicht zähe, fleischnahe Konsistenz und kann ähnlich wie Tofu den Geschmack jeglicher Gewürze annehmen. So gibt es zum Beispiel veganes Dönerfleisch aus Seitan oder veganes Gyros.
Pilze als veganer Fleischersatz
Wegen ihrer Konsistenz und ihres Aromas eignen sich Pilze wunderbar als natürlicher veganer Fleischersatz. Aus Kräuterseitlingen lassen sich zum Beispiel vegane Jakobsmuscheln zaubern, gehackte Champignons bilden eine tolle Bolognese-Basis und jegliche Pilzmischungen ergeben ein leckeres veganes Burger-Patty.
Das Vorurteil „vegan ist ungesund“
Vegetarische und vegane Fleischalternativen sind auch nur Chemie, unnatürlich und nicht besser als Fast Food? Mit solchen Vorwürfen müssen sich Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, nur allzu oft auseinandersetzen. Dabei gibt es unzählige reichhaltige Alternativen zu Fleisch, die auch noch Proteine, Vitamine und Mineralstoffe liefern.
Natürliche Fleischersatz-Produkte im Überblick:
- Tofu
- Tempeh
- Sojageschnetzeltes
- Lupine
- Seitan
- Pilze
- Bohnen und Linsen
- Sonnenblumenhack
- Jackfrucht
Eine grüne Entwicklung beim veganen Fleischersatz
Mit der Nachhaltigkeitsbewegung findet sich immer mehr verarbeiteter veganer Fleischersatz in den Kühlregalen deutscher Supermärkte. Nachhaltiger zu leben spielt sich schließlich nicht nur bei dir zuhause, sondern auch in der Außenwelt ab. Einige Omnivore kaufen bewusst ab und zu ein veganes Schnitzel, um ihren Fleischkonsum zu reduzieren, ohne dabei auf den Genuss zu verzichten. Andere wagen den kompletten Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung, da das Angebot an leckeren veganen Fleischersatzprodukten und Milcherzeugnis-Alternativen stetig wächst. Somit spricht die vegane Vielfalt nicht nur Gourmetköch*innen, sondern auch Fastfood-Liebhaber*innen an. Veganes Fleisch ist schließlich für alle da!
Veganer Fleischersatz erreicht ein neues Niveau: LikeMeat im Interview
Das Düsseldorfer Unternehmen LikeMeat zählt zu den Herstellern veganer Fleischersatzprodukte, die sich in den letzten Jahren stark etabliert haben. Die Bratwürste, Schnitzel, Frikadellen und Hähnchenfilets der Marke sind aus den Läden nicht mehr wegzudenken. Hinter der 2013 gegründeten Firma stecken waschechte Fleischliebhaber, die mit ihren Produkten eine junge Zielgruppe ansprechen und neue Standards bei den Fleischalternativen setzen wollen. Vegane Produkte für Fleischfans, Veganer*innen und alle dazwischen. Hier wird schnell klar: Es geht nicht um Verzicht, sondern um Genuss.
Im Februar 2021 haben wir mit dem Leiter der Produktentwicklung und Qualitätsabteilung von LikeMeat, Dr. Achim Knoch, über den grünen Werdegang, Inspirationen und Anregungen gesprochen.

Nachhaltigkeit bei LikeMeat
„Seit der Zugehörigkeit von LikeMeat zum globalen The LIVEKINDLY Collective verbinden wir Agilität, Effizienz und Produktionsfähigkeit auf einzigartige Weise. Für die von inSYTE zertifizierten Sojabohnen aus biologischem Anbau werden keine gentechnisch veränderten Bohnen eingesetzt. Darüber hinaus verwendet LikeMeat keine Sojabohnen aus Regenwaldgebieten. Wir achten aber auch bei der Verpackung auf nachhaltige Lösungen. So sind die Pappschuber FSC-zertifiziert und die Verpackungsschalen bestehen aus 95 % recycelten Materialien, die der Lieferant mit Hilfe eines speziellen Verfahrens aufbereitet.“

Worauf LikeMeat bei der Herstellung achtet
„Das Ziel liegt in der ständigen Verbesserung unserer Produkte und des Produktionsprozesses. Das bedeutet nicht nur ein besserer Geschmack, eine Struktur, ein Biss, der noch näher beim tierischen Produkt ist, sondern auch verbesserte Nährwerte, möglichst klare, einfache Rezepturen. Also kein Beipackzettel, der den Verbraucher irritiert, ein geringer Verarbeitungsgrad und das alles unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Wir haben derzeit 13 Produkte der Marke LikeMeat auf dem Markt. Alle sind vegan, glutenfrei und 100 Prozent GMO-frei.“
Wo LikeMeat noch Verbesserungspotenzial sieht
„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Zutaten für unsere Produkte. Im Moment basieren elf unserer Produkte auf Soja- und zwei auf Erbsenproteinen. Die Qualität ist schon sehr gut, kann aber noch weiter verbessert werden. Uns ist es zudem sehr wichtig, eine schlanke Rezeptur zu entwickeln, die über möglichst wenig Zusatzstoffe verfügt. Und last but not least soll es natürlich nicht bei nur 13 Produkten bleiben. Noch verraten wir nichts, aber schon in Kürze werdet ihr neue LikeMeat-Produkte im Laden finden, die euch hoffentlich viel Spaß machen werden.“

Ziele für die Zukunft
„Ich spreche lieber von Zielen als von Wünschen: Unser übergeordnetes Ziel ist es, pflanzenbetonte Ernährung als neue Norm zu etablieren. In Zukunft soll jeder ganz einfach vom Geschmack von pflanzlichen Proteinen und einer pflanzlichen Ernährung profitieren können. Unser Jahresziel 2021 ist es, mit LikeMeat unser Barbecue-Sortiment zu vergrößern. Auch im Chicken-Segment wird es einige Innovationen geben.“
Stand heute: aus LikeMeat wird LIKE
Im Mai 2024 hat sich LikeMeat in LIKE umbenannt. Die Marke gehört weiterhin zum Livekindly Collective mit Sitz in Düsseldorf; mit dem neuen Namen will sie weg vom direkten Vergleich mit Fleisch und pflanzliche Ernährung als Selbstverständlichkeit positionieren (Stand September 2026, Quelle: vegconomist).
Nachhaltig leben ohne Fleisch
Ein kleiner Schritt für dich, ein großer Schritt für die globale Nachhaltigkeitsbewegung: die Reduzierung unseres Fleischkonsums. Dabei müssen wir nicht alle von einem Tag auf den anderen zu 100 Prozent vegan leben. Wer Fleisch hin und wieder gegen vegane Alternativen austauscht oder für einen bestimmten Zeitraum auf tierische Produkte verzichtet, trägt schon einen wichtigen Teil zu einer grüneren Zukunft bei. Das Handeln jedes Einzelnen macht in der Masse den Unterschied. Weitere pflanzliche Entdeckungen findest du in unserer Kollektion vegane Produkte.




