In einer lauen Sommernacht, nach einem netten Grillabend sitzt man doch gerne noch ein Weilchen mit Freunden zusammen. Aber warum die restliche Hitze des Feuers nicht für einen leckeren Snack nutzen? Stockbrot: knusprig, luftig, warm und köstlich. Wir haben für dich das perfekte Hefeteigrezept, damit auch dein After-Grill-Snack gelingt.
Keine Angst vor Hefeteig
Meine Mutter hat immer gesagt, ich soll keine Angst vor dem Hefeteig haben – und mit diesem Rezept musst du dich wirklich nicht vor dem Mysterium Hefe fürchten! Die Schritte sind zwar etwas anders als bei einem „gewöhnlichen“ Rezept, dafür lässt dich dieses aber garantiert nicht im Stich.
Neue Marken jeden Monat in deiner Trendbox entdecken.
Trendbox entdeckenWas du brauchst
- 2 TL Honig oder Agavendicksaft
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 500 g Mehl
- 2 TL feines Meersalz
- 2 TL Olivenöl
- Wasser
Und so geht’s
- In 90 ml Wasser den Honig oder Agavendicksaft auflösen. Danach die Hefe dazugeben und die Mischung 10 Minuten ruhen lassen. In vielen Rezepten ist die Rede von „lauwarmem“ Wasser. Oft wird aber versehentlich zu warmes Wasser verwendet, was die Hefe zerstört. Deshalb an dieser Stelle wieder ein Tipp meiner Mutter: Lieber zu kalt als zu warm, Zimmertemperatur reicht völlig!
- Nun 270 g des Mehls in eine Schüssel geben und die Honig-Hefe-Mischung dazugießen. 230 ml Wasser (an Muttis Tipp denken!) ebenfalls hinzufügen. Das Ganze nun 5 Minuten lang kräftig mischen – Vorteil für alle mit Küchenmaschine, Workout für alle ohne. Danach muss der sogenannte Vorteig 30 Minuten bei Raumtemperatur offen ruhen.
- Nach einer etwas längeren Kaffeepause kommen jetzt Salz, Olivenöl und das restliche Mehl hinzu. Alles kräftig kneten, bis ein homogener Teig entsteht. Nun die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Teig gehen lassen. Kleiner Tipp: Wenn du die Teigkugel vorher noch mit etwas Mehl bestäubst, bildet sie während des Gehens keine „trockene Kruste“.
- Der Hefeteig mag es am liebsten langsam. Hast du nicht so viel Zeit, genügen 2 Stunden bei Raumtemperatur. Das beste Ergebnis erhältst du aber, wenn du ihn 3 Tage lang im Kühlschrank gehen lässt.
Und jetzt ab an den Grill
Mit dem fertigen Hefeteig kannst du nun leckeres Stockbrot grillen. Dafür eine Portion Teig mit den Fingern abklemmen und dann „abdrehen“. Damit eine Schlange formen und um einen Stock wickeln. Etwas Mehl an den Händen hilft gegen Kleben. Als Grillstock eignen sich vor allem die Äste von Haselnusssträuchern. Die findest du wirklich in jedem Wald. Damit du der Pflanze nicht schadest, solltest du den Ast an der nächsten Gabelung abschneiden. Am besten mit einer kleinen Säge oder einem Taschenmesser, sodass ein gerader Schnitt entsteht und die Rinde nicht verletzt wird. Mit einem Messer Blätter, kleine Triebe und am oberen Ende die Rinde entfernen – fertig ist der perfekte Grillstock.
Das Stockbrot nun über die Glut halten und immer mal wieder drehen. Das fertige goldbraune Stockbrot kannst du entweder pur genießen oder nach Belieben noch etwas aufpimpen, zum Beispiel mit Kräuterbutter oder Zimt und Zucker. Du kannst auch bereits im Vorfeld Kräuter, getrocknete Tomaten oder Oliven in den Teig einarbeiten – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Also keine Angst vor dem Hefeteig! Mit ein paar einfachen Tricks und ein wenig Zeit gelingt auch dir das perfekte Stockbrot.




