Den Begriff Holz verbinden die meisten von uns sicherlich mit einem robusten Material, aus dem Häuser und Möbel gebaut werden, allenfalls noch Schneidebretter oder Stifte. Doch zarte Handtücher, die deine Haut sanft streicheln? Das ist sicher nicht die erste Assoziation, die einem dabei in den Sinn kommt. Die Hamburger Marke Kushel stellt Handtücher mit einem bisher ungewöhnlichen Mix aus aufgeforsteten Rotbuchen und feinster Bio-Baumwolle her.
Kushel-weich und gut für die Umwelt
Der Grund für diese innovative Idee: Nach intensiven Recherchen stellten die drei Gründer des Unternehmens fest, dass TENCEL-Modal-Fasern, die aus Rotbuchen gewonnen werden, nicht nur viel weicher und saugstärker als Baumwolle sind, sondern auch besser für die Umwelt.
Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die eingesetzten Bäume ohne Dünger, Pestizide oder künstliche Bewässerung wachsen und FSC- bzw. PEFC-zertifiziert sind, sodass eine nachhaltige Forstwirtschaft gewährleistet werden kann. Im Gegensatz zu Baumwolle wachsen Bäume schließlich auch hierzulande. Das Holz, das Kushel einsetzt, stammt größtenteils aus Österreich und ist ansonsten nie weiter als 500 km von der Produktionsstätte in Lenzing entfernt, um kurze Transportwege sicherzustellen.

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Trendbox entdeckenHandtuch gegen den Klimawandel
Konsum, der sich positiv aufs Klima auswirkt, geht das überhaupt? Die Zwillinge Jim und John Tichatschek und deren Freund Mattias Weser wollten es genau wissen und fanden eine Lösung, die sie in ihrem Unternehmen umsetzen. CO₂-Emissionen, die während der Produktion entstehen, gleicht das Team durch ein Windparkprojekt aus, das elektrische Energie erzeugt.
Den Trinkwasserverbrauch wiederum kompensiert es durch die Finanzierung von Regengewinnungs-, Filtrations- und Grundwasserprojekten. Darüber hinaus wurden bei Erscheinen dieses Beitrags für jedes Handtuch zwei neue Bäume gepflanzt. Das bedeutet, der Kauf eines Kushel-Handtuchs sorgt für neue Ressourcen, anstatt lediglich die Umwelt zu schonen. Die Marke wurde mit dem Green Product Award ausgezeichnet und war für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 nominiert.

Who made your towel – faire Herstellung in Portugal
Zu einem umfassend nachhaltigen Programm gehört auch soziales Engagement. Kushel pflegt einen engen Kontakt zu seinen Produzenten im Norden Portugals. Nur so kann die Marke sicherstellen, dass Sicherheits- und Umweltstandards nach ihren Vorstellungen eingehalten werden. So sind zum Beispiel alle Farben und Chemikalien im Herstellungsprozess GOTS-zertifiziert.
In ihrem Beitrag „Who made your towel“ kannst du außerdem nachlesen, dass die Mitarbeitenden des familiengeführten Unternehmens gewerkschaftlich organisiert sind und nach Tarifverträgen arbeiten. Bei Problemen am Arbeitsplatz oder auch zuhause können sie darüber hinaus jederzeit psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Im Beitrag siehst du ein paar der Arbeiter*innen – und auch die Gründer selbst – stolz das Schild „I made your towel“ hochhalten.

Das Sortiment von Kushel
Aus den Handtüchern ist inzwischen ein ganzes Sortiment geworden (Stand September 2026):
- Bad: Handtücher, Handtuch-Sets und Bademäntel
- Schlafen: Bettwäsche (gefertigt in Portugal) und Bettwaren (made in Germany)
- Wohnen: Decken, Hose, faire T-Shirts und Tischwäsche
- Kreislauf-Kollektion und Geschenk-Sets
Kushel hat seinen Sitz in Hamburg und bezeichnet sich als erste textile B Corp in Deutschland.
Stand heute
Laut Kushel werden heute für jede Bestellung zwei Bäume gepflanzt (Stand September 2026). Alte Handtücher kann man über ein Rücknahmeprogramm zurückschicken. Mehr zum Material steht auf der Seite Wieso Holz?, zur Herstellung auf Who made my Kushel.
Trend-Faktoren
- vegan und tierversuchsfrei
- bio
- fair und sozial
- innovativ
Mehr über Kushel
Handtücher, Bademäntel und Bettwäsche findest du bei Kushel. Weitere Entdeckungen gibt es in der Trendbox.




