Es ist wieder soweit: Der Herbst bringt uns farbenfrohe Wälder, Wind und Wollsocken mit. Außerdem den Geschmack von reifen Äpfeln, Beeren und Pflaumen. Und weil dieser so gut ist, verraten wir unsere Tipps, wie du Obst haltbar machen kannst, um noch Wochen später den köstlichen Geschmack von Birnen und Co. zu genießen. Methoden wie Einfrieren oder Einwecken wurden schon früher genutzt, um auch für die kalte Jahreszeit einen Vorrat an Lebensmitteln zu haben.
Dieses Obst eignet sich zum Haltbarmachen
Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, (Kirschen, Bananen), aber auch Fruchtgemüse wie Kürbis, Tomaten, Zucchini und vieles mehr.
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Trendbox entdeckenDie besten Methoden, um Obst haltbar zu machen
- Einkochen / Einwecken (z. B. Obst und Fruchtgemüse)
- Einmachen (z. B. Gelee und Marmeladen)
- Einlegen (z. B. ganze oder halbe Früchte)
- Trocknen (z. B. Apfel- oder Bananenchips)
- Einfrieren (z. B. bei Beeren)
Äpfel und Birnen einkochen
Beim Einkochen (Einwecken ist markenrechtlich durch die Firma J. Weck GmbH u. Co. KG geschützt) wird das sogenannte Füllgut (also Obst, aber auch Gemüse) im verschlossenen Glas bei einer festgelegten Temperatur zwischen 85° und 100°C über einen gewissen Zeitraum „gekocht“. Durch die ausgedehnte Hitze entsteht beim Abkühlen ein konservierendes Vakuum. Das eingekochte Obst hält damit ca. 6 bis 12 Monate.

Obst einmachen, mit und ohne Zucker
Beim Einmachen wird das Obst im Topf selbst zum Kochen gebracht und zubereitet. Anschließend wird es in sterile Gläser abgefüllt und verschlossen. Auch hier entsteht durch das Abkühlen ein Vakuum. Obstkonfitüren und Gelees werden meist unter Zugabe von Zucker hergestellt. Doch auch mit Fruchtmus und Kompott lässt sich der Geschmack von reifem Obst lange haltbar machen (1 bis 2 Jahre).
Einlegen: Obst haltbar machen ohne Kochen
Kennst du noch die vielen Schraubgläser deiner Großeltern im Keller mit eingelegten Bohnen oder Knoblauch? Doch auch Pfirsiche, Aprikosen und Pflaumen kannst du ohne Kochen haltbar machen, indem du sie einlegst. Während beim Einlegen von Gemüse häufig zu Essig und Öl gegriffen wird, eignet sich beim Obst eher Alkohol (und Zucker). Hochprozentiger Alkohol (Wodka, Gin, Weinbrand, Korn) hat eine konservierende Wirkung. Dein Obst ist so ca. 3 bis 6 Monate im Kühlschrank oder kühlen Keller genießbar.

Geheimtipp: Schlehen als falsche Oliven einlegen
Wer denkt, im Winter gibt es nichts zu ernten, der irrt. Denn hierzulande werden Schlehen und Hagebutten durch Frost erst richtig bekömmlich. Schlehen kann man aber auch im Herbst einlegen. Das konservierte Steinobst, auch als „falsche Oliven“ bekannt, ist mit einer würzigen Salzlake, Thymian und Lorbeer der Geheimtipp unter den Antipasti-Fans. Noch 4 bis 6 Wochen verschlossen ziehen lassen, dann kannst du 6 bis 12 Monate den heimischen Geschmack der Schlehe genießen.
Getrocknetes Obst als Snack für zwischendurch
Wer weniger auf eingelegte oder eingekochte Früchte steht, mag vielleicht getrocknetes und gedörrtes Obst. Wenn du Apfelchips selber machen möchtest, hast du noch Wochen später einen fettarmen Snack für zwischendurch. Wir empfehlen die Variante ohne Strom: Lass die selbst geschnittenen Apfelringe 2 bis 3 Wochen an einem warmen Ort (in der Sonne, auf dem Dachboden oder am Kamin) trocknen. Natürlich kann man sein Obst auch im Ofen oder Dörrautomaten haltbar machen. In einem verschließbaren Gefäß hast du mehrere Wochen Freude an dem Snack.
Beeren einfrieren ohne viel Aufwand
Zum Einfrieren eignet sich nicht jedes Obst. Wir empfehlen vor allem Beeren, um den süß-säuerlichen Geschmack zu konservieren. Einfach die frisch gepflückten und gewaschenen Beeren in Frostbeutel, Gläser oder Dosen füllen und einfrieren. Sie eignen sich auch 1 bis 2 Jahre später noch für Smoothies, Bowls oder zum Verfeinern von Naturjoghurt.

Grundrezept Pflaumenmus: Zutaten und Küchenhelfer
Such dir zunächst ein Lieblingsobst aus, das Prinzip ist bei fast allen gleich. Wir machen ein köstliches Pflaumenmus.
Zutaten:
- 1,5 kg Pflaumen
- 1 Zimtstange
- 3 Gewürznelken
- 100 g Rohrzucker (nach Bedarf und Geschmack der Pflaumen)
Küchenhelfer:
- Einmachgläser oder Schraubgläser
- Kochtopf
- Pürierstab
- Küchenwaage
- Schneidemesser
- Brett
- Wasserkocher
- sauberes Küchentuch
Grundrezept Pflaumenmus: Zubereitung
Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Dann mit dem Zucker und den Gewürzen (am besten in einem Teefilter) in einen Topf geben und leicht unterheben. Jetzt ist Geduld das Geheimrezept: Mindestens 2 bis 3 Stunden ziehen lassen, besser noch über Nacht. So bildet sich genügend Saft, damit die Pflaumen beim Kochen nicht anbrennen.
Nachdem die Pflaumen gut durchgezogen sind, den Topf 10 Minuten mit Deckel bei höchster Stufe auf den Herd stellen und die Pflaumen zum Kochen bringen. Anschließend 2 Stunden ohne Deckel auf kleinster Stufe köcheln lassen. Nur gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Danach sollte das Mus schon die perfekte Konsistenz haben. Wer mag, kann noch einmal pürieren.
Die ausgekochten Gläser und Deckel auf dem sauberen Küchentuch bereitstellen und das heiße Fruchtmus hineinfüllen. Deckel zuschrauben oder klemmen (Vorsicht: nicht die Finger verbrennen) und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen. Fertig.
Checkliste zum Haltbarmachen von Obst
- frisches, gesäubertes Obst
- immer saubere Hände
- saubere Küchenutensilien
- Schraub- oder Weckgläser
Und nun ran an die Töpfe: Lass deiner Kreativität freien Lauf und mach deine Ernte lange haltbar!




