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Blüten-Rezepte – Blumen zum Anbeißen: Rezepte für essbare Blüten

Blüten kann man essen – zumindest teilweise. Vier ausgefallene Rezepte mit essbaren Blüten, von Hollerküchle bis Blütenbutter.

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Blüten-Rezepte – Blumen zum Anbeißen: Rezepte für essbare Blüten

In allen Formen und Varianten verzaubern sie uns tagtäglich. Ihre Farben leuchten so kräftig, dass man am liebsten hineinbeißen würde – halt, Blüten kann man doch nicht essen, oder? Doch, kann man! Zumindest teilweise. Fernab vom klassischen Jasmin- oder Lindenblüten-Tee zeigen wir dir heute ein paar ausgefallene Rezepte, die sich nicht nur sehen, sondern auch guten Gewissens essen lassen.

Hollerküchle

Holunderblüten sind dir vielleicht sogar schon als Sirup bekannt. Sie eignen sich aber auch wunderbar für kleines Schmalzgebäck: Die sogenannten Hollerküchle gelten als leckere Alternative zum Nachmittagskaffee oder einfach als kleiner, aber feiner Snack für Zwischendurch.

Zutaten:

  • 125 g Mehl
  • 120 ml Weißwein (alternativ kannst du beispielsweise auch verdünnten Holunderblütensirup verwenden)
  • 30 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • Salz
  • 25 ml Pflanzenöl
  • 12 Holunderblütendolden
  • Pflanzenfett (zum Frittieren)
  • Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung: Zunächst siebst du das Mehl in eine Küchenschüssel. Anschließend drückst du mit der Faust oder einem Esslöffel eine Mulde in die Mitte des Mehlberges. Gib den Wein (oder eine andere Flüssigkeit) sowie den Zucker und das Eigelb hinein und verrühre die Zutaten zu einer homogenen Masse. Der Teig muss nun circa 30 Minuten ruhen. Währenddessen schlägst du Eiweiß und Salz zu einem steifen Eischnee. Ist der Teig gequollen, gibst du das Pflanzenöl hinzu und hebst den Eischnee vorsichtig unter.

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Hollerküchle frittieren

Nun geht’s ans Frittieren: Fülle einen Topf etwa 5 cm hoch mit Pflanzenfett und erhitze es auf 180 °C. Ziehe die Holunderblütendolden einzeln durch den Teig, bis sie ganz bedeckt sind, und gib sie ins Fett. Nach drei bis vier Minuten sind die Hollerküchle goldbraun und können mit einem Schaumlöffel entnommen werden. Lass sie auf Küchenpapier gut abtropfen, bestreue sie mit Puderzucker und serviere sie möglichst zeitnah. Dazu schmeckt Schlagsahne oder auch Apfelmus.

Blütenbutter

Ob als Brotaufstrich oder Soßenersatz zum Grillfest: Die Blütenbutter sieht in ihrer Farbpracht nicht nur wunderschön aus, sondern lässt sich je nach Geschmack und Vorlieben wunderbar variieren.

Zutaten:

  • 8 EL getrocknete Bio-Blütenblätter oder frische Blüten (z. B. Gänseblümchen, Rosen, Kornblumen)
  • 250 g Butter (Zimmertemperatur)
  • Gewürze deiner Wahl, z. B. Orangen-Pfeffer

Zubereitung: Vermenge die Butter mit den Blütenblättern und füge nach Belieben Gewürze deiner Wahl hinzu. Lass die Masse zwei bis drei Stunden bei Zimmertemperatur stehen und stelle sie danach bis zum Verzehr in den Kühlschrank. So gibst du den Blüten die Möglichkeit, ihr Aroma voll zu entfalten. Bevor du die Butter kühlst, kannst du sie noch mit entsprechenden Hilfsmitteln (Dose, Backpapier etc.) in Form bringen.

Chrysanthemen-Suppe

Chrysanthemen bieten ein einzigartiges Farbspektakel und machen deine Suppe zu einem Erlebnis.

Zutaten:

  • blanchierte Speise-Chrysanthemenblätter
  • 120 g Butter
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Crème fraîche
  • Salz, Orangen-Pfeffer

Zubereitung: Dünste die blanchierten Speise-Chrysanthemenblätter anfangs in etwas Butter an und gib die Sahne und die Crème fraîche dazu. Anschließend gibst du die Masse in einen Mixer und fügst die restliche Butter hinzu. Püriere die Suppe, bis eine einheitliche, farbenfrohe Masse entsteht. Zum Schluss kannst du die Suppe nach deinen Vorlieben würzen, beispielsweise mit Salz und Pfeffer. Die Suppe lässt sich warm, aber auch kalt genießen. Guten Appetit!

Regenbogensalat

Salat geht immer, ob als frisches Mittagessen an heißen Tagen oder in der kalten Winterzeit. Der Farbgestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Zutaten:

  • 1 Kopfsalat
  • 1 Salatgurke
  • 3 große Tomaten
  • 100 g Rucola
  • 1 Karotte
  • 1 Avocado
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 5 EL getrocknete Bio-Blütenblätter oder frische Blüten (z. B. Borretschblüten, Löwenzahn)
  • Sonnenblumenkerne
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Wasser
  • Salz, Orangen-Pfeffer

Zubereitung: Zunächst wäschst du das Gemüse vorsichtig ab. Schneide dann den Kopfsalat, die Gurke, die Tomaten und den Rucola in mundgerechte Stücke und gib alles in eine Salatschüssel. Nun schälst du die Karotte, raspelst sie und gibst sie dazu. Schneide anschließend die Avocado der Länge nach auf und entferne Haut sowie Kern. Danach würfelst du das Fruchtfleisch und gibst es ebenfalls in die Schüssel. Gib einen Spritzer Zitronensaft hinzu, damit die Avocado ihre knallig grüne Farbe behält. Vermenge die Zutaten und dekoriere die Oberfläche mit den Blüten und den Sonnenblumenkernen. Für das Dressing verrührst du das Olivenöl mit dem Wasser und würzt mit Salz und Pfeffer nach. Gib die Mischung über den Salat und rühre nochmals kurz um.

Worauf du bei essbaren Blüten achten solltest

Deiner Fantasie sind bei der Gestaltung deiner eigenen Blütenkreation (fast) keine Grenzen gesetzt. Bei all dieser Vielfalt ist dennoch Vorsicht geboten: Verspeise wirklich nur Blüten, die du sicher kennst und als essbar identifizieren kannst! Wenn du statt einer gekauften Blütenmischung auf Wild- oder Gartenblumen zurückgreifst, verwende lediglich deren Blüten, keine Stängel oder Blätter. Vor der Verarbeitung solltest du die frischen Blüten sanft in Wasser waschen. Pollenallergiker und Asthmatiker sollten auf den Verzehr von Blüten lieber verzichten.

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