Regenwälder gelten als die artenreichsten Lebensräume unserer Erde und zeichnen sich durch eine hohe Feuchtigkeit und ihre ganzjährige Grünzeit aus. Das Besondere an ihnen: Sie nehmen erstaunliche Mengen der weltweit erzeugten CO₂-Emissionen auf und speichern diese in ihrer Biomasse. Damit ist die Erhaltung des faszinierenden Ökosystems essenziell im Kampf gegen den Klimawandel. Abgesehen davon sind tropische Regenwälder die Heimat zahlreicher indigener Völker, die dort in respektvollem Umgang mit der Natur leben. Leider ist die Existenz des außergewöhnlichen Biotops unter anderem durch den hohen Konsum der westlichen Bevölkerung stark gefährdet. Du möchtest gerne etwas dagegen unternehmen, weißt aber nicht wie? Wir haben ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du mit kleinen, alltäglichen Entscheidungen zur Rettung des Regenwaldes beitragen kannst.
Meide Produkte, die Palmöl enthalten
Ganz klar, die Nummer eins auf dieser Liste ist der Verzicht auf Palmöl. Denn für die Ölpalmen-Plantagen werden große Regenwaldflächen gerodet, wodurch das gespeicherte Kohlendioxid freigesetzt und bedrohten Tierarten ihr Lebensraum genommen wird. Laut Greenpeace verbrauchte allein Deutschland zum Zeitpunkt dieses Beitrags jährlich rund 1,3 Millionen Tonnen Palmöl und stellt damit eine große Belastung für die wertvollen Biotope dar. Deshalb raten wir dir: Lies dir die Inhaltsstoffe eines Produkts immer genau durch. Das umstrittene Öl versteckt sich in Essen, Kosmetika, in Putzmitteln und sogar im Autotank.
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Trendbox entdeckenGreife zu FSC-zertifiziertem oder recyceltem Papier
Tropenholz wird oft zu Taschentüchern oder Toilettenpapier verarbeitet, daher empfiehlt es sich, stattdessen recyceltes oder holzfreies Toilettenpapier, beispielsweise aus Bambus von Pandoo, zu verwenden. Ansonsten ist auch die FSC-Zertifizierung ein Hinweis auf nachhaltige Forstwirtschaft. Produkte, die das Siegel tragen, sind ebenfalls unbedenklich.
Kaufe Gegenstände aus heimischem Holz
Auch für Möbel, Grillkohle, Musikinstrumente oder Essbrettchen wird Tropenholz verwendet. Achte beim Kauf solcher Gegenstände daher darauf, dass sie nicht aus Teak, Mahagoni, Abachi, Meranti, Kambala oder Ähnlichem bestehen. Leider ist das auf den ersten Blick gerade bei kleineren Artikeln oft nicht direkt erkennbar. Wenn du dir unsicher bist, frage einfach den Verkäufer oder die Verkäuferin.
Trinke Wasser aus der Leitung statt aus der Plastikflasche
Generell gilt es, so wenig Plastik zu verwenden wie möglich. Denn das preiswerte Material ist nicht nur viel zu langlebig und eine allgemeine Gefahr für die Umwelt, sondern wird darüber hinaus auch noch aus Erdöl hergestellt. Zahlreiche unterirdische Erdölvorkommen befinden sich in tropischen Regenwäldern. Um an das „schwarze Gold“ zu gelangen, müssen große Flächen des Biotops für Bagger und Co. weichen. Ein einfacher Weg, Plastik einzusparen, ist Leitungswasser zu trinken, anstatt Wasserflaschen aus Plastik zu kaufen. Ohnehin unterliegt Leitungswasser in Europa strengen Kontrollen und ist demnach nicht nur günstiger und frischer, sondern auch gesünder als in Plastik abgepacktes Mineralwasser, das oft nachweislich chemische sowie hormonähnliche Substanzen enthält.
Iss weniger Fleisch
Soja wird oft als Grund für die Zerstörung des Regenwaldes verteufelt. Der großflächige Anbau und die damit verbundenen Waldrodungen sind aber vor allem auf die Viehwirtschaft zurückzuführen. Rund 80 Prozent der weltweiten Sojaernte werden als Futter in der Tiermast eingesetzt. Das Soja für Tofu, Milch- und Fleischalternativen hingegen stammt hauptsächlich aus Europa, teilweise aus China oder aus Kanada. Sogar in Deutschland gibt es Anbaugebiete für die proteinreichen Bohnen. Die hiesigen Flächen reichen aber nicht aus, um den Bedarf für die Tierhaltung abzudecken. Die Herstellung pflanzlicher Produkte erfordert deutlich kleinere Mengen an Soja im Vergleich zur Fütterung der Masttiere.
Unterstütze grüne Regenwald-Projekte
Den eigenen Alltag umzugestalten, gehört zu den ersten Schritten, wenn man etwas Gutes für die Umwelt, insbesondere den Regenwald, tun möchte. Wenn dein Haushalt schon größtenteils plastikfrei, tierleidfrei und fair gestaltet ist, kannst du natürlich auch direkt und unmittelbar grüne Projekte unterstützen. Große gemeinnützige Organisationen wie der WWF oder Greenpeace engagieren sich für den Schutz von Tier und Natur, indem sie vor Ort Projekte ins Leben rufen. Darüber hinaus gibt es auch Portale und Unternehmen, die große Teile ihrer Einnahmen direkt an grüne Projekte spenden und damit die Welt ein bisschen besser machen.
Mehr zum Schutz der Wälder
Wie Wälder Klima und Wasserhaushalt schützen, liest du in Tag des Baumes: Klimaschutz beginnt im Wald. Ein Aufforstungsprojekt stellen wir dir in Primaklima e.V.: für Wälder, die Wasser schenken vor.




